Dienstag, 25 Juni 2019

Die pädagogischen Leitideen der Stufenpädagogik

 

Die pädagogischen Leitideen der Stufenpädagogik

Christina Hunger M. A. mult., Berlin

Sachstand, Herkunft und historische Entwicklung

Abstract

Die pädagogischen Leitlinien der pfadfinderischen Altersstufenkonzeption sehen heutzutage ein an entwicklungspsychologischen Aspekten von Kindern und Jugendlichen orientiertes altersgerechtes Programm vor. Dabei unterscheidet das internationale Pfadfinden bereits seit 1922 zwischen Kindern, Jugendlichen in der Pubertät und älteren Jugendlichen in der Adoleszenz, und bietet jeder dieser Altersgruppen jeweils unterschiedliche Methoden und Aktivitäten an.

Pfadfinden in Deutschland hat sich aus verschiedenen Gründen erst recht spät mit der international üblichen Stufenpädagogik beschäftigt und ist in Teilen mit der Umsetzung dieser Konzeption noch heute beschäftigt.

Wichtige Einflüsse auf den Entwicklungsprozess einer Stufenpädagogik in Deutschland waren und sind:

  1. Das Erbe der historischen Bündischen Jugend, hier insbesondere die Konkurrenz zum altersorientierten Stufensystem des internationalen Pfadfindens durch das elitäre Ständesystem aus der Bündischen Jugend.
  2. Die Trainingsbemühungen der beiden Pfadfinder*innenweltverbände WOSM und WAGGGS, sowie der von WOSM und WAGGGS initiierte fachliche Austausch zwischen ihren Mitgliedsverbänden.
  3. Gesellschaftliche Einflüsse wie z.B. die 68er Bewegung, aber auch aktuelle erziehungs- und sozialwissenschaftliche Diskurse an den deutschen Universitäten.

Christina Hunger setzt sich in ihrem Vortrag mit diesen Entwicklungen aus historischer Perspektive auseinander, schildert den unterschiedlichen Umgang mit den o.g. Einflüssen im Mädchenpfadfinden einerseits und in den drei großen Richtungen im deutschen Jungenpfadfinden andererseits und erklärt, warum der Prozess der Implementierung der international üblichen Stufenpädagogik in Deutschland immer noch nicht abgeschlossen ist.


 

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