Frenzel, Ulla

Frenzel

Ulla Frenzel, Berlin

Frauen in der deutschen Pfadfinderbewegung nach 1945 (Koedukation und Pädagogisierung). Ein Podium der Generationen.

 

Lebenslauf

Im August 1941 wurde ich in Essen-Steele geboren. Nach meiner Schulzeit erhielt ich in Essen eine Ausbildung zur Bürofachangestellten mit einer Fremdsprache in Englisch. Nach Beendigung der Ausbildung wurde ich in die Exportabteilung in dieser Firma übernommen.

Während dieser Zeit löste sich wegen Umzugs unseres sehr engagierten Gruppenleiters unsere Jugendgruppe im Steeler Turnverein 1863 e.V. auf, und ich wurde von den Europa Scouts geworben. Eigentlich nicht das, was ich suchte, denn es gab dort fast nur raubeinige Jungen und irgendwie kein Programm, aber viele Fahrten.

Um meine Englischsprachkenntnisse zu erweitern, ermöglichte mir damals meine Lehrfirma den Aufenthalt in einer englischen Familie für ein Jahr. Im Anschluss daran war ich für zwei weitere Jahre in der Londoner Export-Außenstelle für diese Firma tätig.

Von den Europa Scouts war ich beauftragt, in London für sie zu siedeln. Das war ein ‚no go‘! Ich fand Kontakt zu einer Girl Guide Unit in meinem Wohnbezirk; dort erlebte und lebte ich fast drei Jahre das Mädchen-Pfadfinden ‚at its best‘, d.h. das Original im Mutterland der Pfadfinderei.

Bei meiner Rückkehr nach Deutschland, nun in Krefeld, schloss ich mich dem Bund Deut-scher Pfadfinderinnen an und musste gleich eine Wichtelgruppe übernehmen. Krefeld wurde mir zu eng und ich zog nach Berlin.

Meine Auslandserfahrungen brachten mir im späteren Leben nur Vorteile, auch bei der Jobsuche: ich war Fremdsprachen-Stenotypistin, -Korrespondentin, -Sachbearbeiterin und Chefsekretärin in jeweils exportorientierten Unternehmen.

In Berlin fand ich meinen Pfadfinder-Ehemann, wir bekamen drei Kinder, alle waren beim BdP, heute sind die Enkel dabei.

Über dreißig Jahre habe ich als ‚ehrenamtliche Mitarbeiterin in einem Jugendverband‘ an verantwortlicher Stelle mitgewirkt, die neun Jahre als Bundesbeauftragte für die Wölflings-stufe im BdP waren für mich die arbeitsintensivste und kreativste Zeit, zusammen mit einem hoch motivierten Arbeitskreis.

Seit wiederum 30 Jahren gehöre ich einer Älterengruppe des BdP in Berlin an, arbeite im Arbeitskreis Geschichte des BdP mit und ich bin Stifterin der Stiftung Pfadfinden des BdP.

Seit etwa 1980 betreue ein kleines Privatarchiv des Bundes Deutscher Pfadfinderinnen in meinen eigenen vier Wänden.

Nach Aufgabe meiner Ämter im BdP suchte ich nach einer neuen Aufgabe. Ich bewarb mich auf die Stelle einer Gemeindesekretärin in einer großen und aktiven evangelischen Innenstadt-Kirchengemeinde in Berlin, dort bin ich auch heute noch ehrenamtlich tätig. Hier vermischen sich meine Erfahrungen aus meinem Beruf und jene aus dem Bereich ‚Pfadfinden‘.  

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Martin Lochter

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